Anker will zurück in Erfolgsspur

26.03.2010

Am letzten Spieltag hat der FC Anker Wismar durch das 1:1 auf eigenem Platz gegen Warnemünde wichtige Punkte eingebüßt und bei den 300 Zuschauern keine Frühlingsgefühle wecken können. „Meine Mannschaft hat am letzten Wochenende schmerzlich erleben müssen, dass der Aufstieg nicht im Vorbeigehen zu realisieren ist, dass sich auch die sogenannten ,Kleinen‘ teuer verkaufen. Aber jedes Negativerlebnis bringt auch viele Erkenntnisse mit. Diese gilt es umzusetzen und wir haben in dieser Woche hart an der Abstellung der Fehler gearbeitet", so Trainer Timo Lange.

Die Blau-Weißen aus Polz, die trotz des 1:1-Unentschiedens zuletzt in Graal-Müritz in akuter Abstiegsgefahr schweben, sind vor allem auf eigener Anlage ein mehr als unbequemer Gegner. Lange: „Wir haben gegen Warnemünde gesehen, dass wir es bei unseren Angriffsbemühungen zu sehr mit der Brechstange versucht haben, anstatt immer wieder gefährlich über die Außenpositionen zu kommen. Das müssen wir in Polz besser machen, um nicht erneut eine unliebsame Überraschung zu erleben. Ich bin mir aber sicher, dass mein Team aus den Fehlern des letzten Spiels gelernt hat. Zudem habe ich mir die Partie der Blau-Weißen in Graal-Müritz selbst angesehen und weiß, dass das Spiel ein hartes Stück Arbeit für uns wird." Für Mittelfeldspieler Andre Hildebrandt kann die Partie in Polz zu einem doppelten Highlight werden. Zum einen feiert er morgen seinen 30. Geburtstag, zum anderen steht er vor seinem 100. Punktspiel für den FC Anker. „Natürlich möchte ich das Jubiläum und meinen Geburtstag mit einem Sieg und vielleicht sogar mit einem eigenen Treffer krönen", so Hildebrandt. Der Statistik nach gehört Polz zu den Lieblingsgegnern der Wismarer, denn in den bisherigen 13 Partien ging Anker bei einem Torverhältnis von 41:12 elfmal als Sieger vom Platz, eine Partie endete unentschieden. In der Hinrunde dominierte der FC klar und gewann 7:0. Allerdings sind die Polzer in ihrem Waldstadion, in dem die lautstarken Zuschauer direkt unmittelbar an der Seitenauslinie stehen, bekanntlich sehr heimstark. Die Hansestädter mussten das in den beiden letzten Spielen in Polz schmerzlich erfahren. Musste vor zwei Jahren noch eine 1:2-Niederlage hingenommen werden, gab es im Vorjahr dort ein 2:2. „Wir sind auf alle Fälle gewarnt. Und wenn wir unsere Chancen besser nutzen als in der Partie gegen Warnemünde, sollten wir als Sieger den Platz verlassen können", zeigt sich Timo Lange optimistisch.

In Polz kann das Ankerteam wieder nahezu in Bestbesetzung antreten, denn der am letzten Wochenende wegen seiner fünften gelben Karte gesperrte Steffen Seering ist wieder dabei. Dafür wird Angreifer Marcel Wulff arbeitsbedingt fehlen

von Andreas Kirsch (Ostsee-Zeitung)