Anker will in Waren punkten
30.04.2009
Nach dem mageren Unentschieden gegen Schlusslicht Lübz ist der FC Anker Wismar am Sonnabend ab 15 Uhr beim SV Waren gefordert. Die Gastgeber, die im Juli ihr 100-jähriges Vereinsjubiläum feiern, liegen im Augenblick punktgleich mit Anker auf dem vierten Tabellenplatz und können mit einem Sieg an den Hansestädtern vorbeiziehen. Allerdings sind die Müritzstädter nach der Winterpause nicht richtig aus den Startlöchern gekommen, denn die bisherigen Ergebnisse waren sehr durchwachsen. Drei Niederlagen gegen Weitenhagen, den Rostocker FC und den FC Schönberg stehen Siege gegen den SV Warnemünde und am letzten Spieltag bei Blau-Weiß Polz entgegen.
Nach einem 0:1-Rückstand nach 20 Minuten konnte Guido Timper kurze Zeit später den Ausgleich erzielen, bevor Andy Purlinski (61.) und erneut Guido Timper (90.) die Partie zugunsten der Gäste doch noch kippten. „Ein verdienter, aber auch hart erkämpfter Erfolg in Polz", so der SVW-Trainer André Schröder.
Insgesamt hatten sich die Verantwortlichen des SV Waren zusammen mit Trainer Schröder zur Winterpause den Saisonverlauf ganz anders vorgestellt, denn man hatte sich noch gute Hoffnungen auf den zweiten Tabellenplatz gemacht. Auch der letzte Strohhalm im Pokal konnte nicht ergriffen werden, denn analog zum FC Anker sind die Müritzstädter im Viertelfinale durch ein 0:4 auf eigenem Platz gegen Pokalverteidiger TSG Neustrelitz ausgeschieden.
Die Konstellation beim FC Anker Wismar sieht diesbezüglich sogar etwas besser aus, denn die Wismarer sind in den letzten sechs Begegnungen unbesiegt und konnten in den letzten drei Auswärtsspielen zwei Siege und ein Remis einfahren. „Diese Serie soll natürlich auch am Sonnabend im Müritzstadion nicht abreißen, obwohl ich weiß, dass es eine sehr schwere Auswärtspartie wird. Zudem kommt der Fakt, dass wir personell doch etwas gebeutelt in diese, zumindest von der Tabellensituation her, Spitzenpartie gehen, denn gleich drei Spieler können die Reise an die Müritz nicht mit antreten," so Anker-Trainer Timo Lange.
Fabian Bröcker und Björn Gierahn müssen ihre fünfte gelbe Karte „abbrummen", während Steffen Hildebrandt immer noch an der Knöchelverletzung aus dem Lübzer Spiel laboriert. Niels Laumanns Verletzung blieb dagegen ohne weitere Nachwirkungen, sodass er in Waren zur Verfügung steht. Wieder mit von der Partie ist Abwehrspieler Patrick Oldendorf, der nach seiner Verletzung im Spiel gegen Neubrandenburg vier Wochen aussetzen musste. „Da Steffen Hildebrandt ausfällt, ist die Einsatzmöglichkeit von Patrick eine sehr gute Kompensation", so Lange.
Die Gesamtbilanz zwischen beiden Teams spricht für Anker, denn in den bisherigen neun Partien ging Wismar viermal als Sieger vom Platz, zweimal trennte man sich remis. Allerdings gingen auch die beiden letzten Spiele an der Müritz verloren.
von Andreas Kirsch (Ostsee-Zeitung)




