Anker will erstmals in Papendorf punkten

02.03.2007

Eine Woche nach dem erfolgreichen Auftakt in die Rückrunde muss das Anker-Team bereits morgen um 14 Uhr beim Tabellendreizehnten SG Warnow Papendorf wieder Farbe bekennen. Im Gegensatz zur Wismarer Elf haben die Randrostocker nach der Winterpause noch kein Spiel bestritten, denn ihre Heimpartie gegen den Pasewalker FV am letzten Wochenende fiel den schlechten Platzbedingungen zum Opfer.

„Das könnte ein Vorteil für uns sein, denn die Papendorfer wissen so nicht genau, wo sie stehen. Dass das erste Spiel nach einer langen Pause nicht einfach ist, haben wir am letzten Spieltag gegen den Lübzer SV trotz des Sieges selbst erfahren. Zudem hat sich die Mannschaft vom Trainerduo Nils Thesenwitz/Ralf Kleiminger in der Winterpause stark verändert“, so Anker Co-Trainer Jürgen Rohloff.

Kurz vor Trainingsstart zur Rückrundenvorbereitung präsentiert das Management der SG Warnow gleich vier Neuzugänge. Mittelfeld-Allrounder Martin Thom wechselt vom Rostocker FC an die Warnow, er spielte in der Jugend für den FC Hansa Rostock, FSV Bentwisch, FC Anker Wismar, TSG Wismar und im Herrenbereich in der Oberligamannschaft des FC Hansa Rostock. Spektakulär auch der Transfer des 2,07 m großen Hühnen Sören Neumann vom Sievershäger SV, er gilt als Defensiv-Spezialist und hat ebenfalls wie Martin Thom Erfahrungen in der Oberliga gesammelt. Als dritte Verstärkung wurde Torhüter Daniel Wegner vom FSV Bentwisch verpflichtet, es wäre zu viel, seine bisherigen Stationen zu nennen, er gilt als erfahrener Verbandsligatorhüter. Mit Transferschluss wechselte auch das hoffnungsvolle Talent Paul-Max Walther vom FC Hansa Rostock an die Warnow, er spielte im Juniorenbereich und in der II. Mannschaft des Zweitligisten.

Die Partien in Papendorf standen für das Anker-Team bisher grundsätzlich unter einem sehr schlechten Stern, denn dreimal traten die Hansestädter an der Warnow an, dreimal mussten sie den Platz als Verlierer verlassen. Sogar im Aufstiegsjahr 2003/2004 kassierten die Wismarer in Papendorf eine 0:1-Niederlage, revanchierten sich aber auf eigenem Platz mit einem klaren 4:0-Sieg.

Für das Wismarer Trainerduo Bego Catic/Jürgen Rohloff stellt diese Bilanz aber keine Hürde dar. „Wir müssen das Spiel nach unseren Möglichkeiten gestalten und streben zumindest einen Punktgewinn an. Wir werden sicher nicht so viel Chancen wie in der Partie gegen den Lübzer SV bekommen, daher kommt es darauf an, dass wir die wenigen Möglichkeiten eiskalt nutzen“, weiß Trainer Catic.

Personell muss das Wismarer Trainergespann an der Warnow auf Mittelfeldspieler Marcel Heine verzichten, der sich am letzten Wochenende schwer am linken Knie verletzte. Während Dennis Martens ebenfalls weiterhin ausfällt, sind Angreifer Maik Kerinn und der am letzten Wochenende gesperrte Vladimir Zir wieder im Aufgebot. Besonders motiviert geht an diesem Wochenende sicher Abwehrspieler Mathias Springer ins Spiel, denn er feiert morgen seinen 20. Geburtstag. Mit einem Auswärtssieg könnte er sich damit selber das schönste Geburtstagsgeschenk machen.