Anker will bei den Füchsen Beute machen
12.11.2004
Der FC Anker Wismar trifft am Sonntag um 13.30 Uhr in Berlin auf den Tabellennachbarn Reinickendorfer Füchse und will mindestens einen Punkt holen. „Vier Punkte aus den nächsten zwei Spielen“, sind das Ziel von Axel Rietentiet, Trainer des Oberligisten FC Anker Wismar in den kommenden Spielen gegen Reinickendorf (A) und Optik Rathenow (H).
Nach ordentlichem Saisonstart und den Siegen gegen Tennis Borussia Berlin und FC Schönberg sowie einem 1:1 bei Motor Eberswalde sah es ganz gut aus mit den Hanseaten in der Tabelle. Danach gab es aber drei Klatschen und 1:14 Tore. Eine erschütternde Bilanz. Trainer Rietentiet erklärt sich das mit vielen Ausfällen von Leistungsträgern, scheinbar ist der Kader doch nicht so breit, wie von Vizepräsident Wilfried Firgt nach dem erfolgreichen Spiel in Schönberg freudig verkündet. Fairerweise muss man hinzufügen, dass die beiden letzten Gegner BFC Dynamo (1:6) und SV Yesilyurt (0:5) von einem größeren Kaliber sind. „Wir müssen realistisch bleiben“, betont Rietentiet. Seine Jungs seien sich im Klaren, dass es viele Teams in der Oberliga gibt, die spielerisch weit überlegen sind.
Und nun? Wie will die Anker-Mannschaft wieder zu neuem Selbstbewusstsein kommen? „Wir haben am Mittwoch zusammen gesessen und waren uns klar: Wir haben uns da reingeritten, jetzt müssen wir zusammen den Karren schnell wieder aus dem Dreck ziehen“, so der Trainer. Beim Blick nach vorn wird zum Glück deutlich: So tief ist der Schlamm noch nicht, der feste Boden unter den Füßen erreichbar. Ein Tau, das beim Herausziehen helfen sollte, ist das Auswärtsspiel bei den Füchsen. Der FC Schönberg hat gegen Reinickendorf seinen bisher einzigen Sieg geholt. So sollte Anker doch auch bei den Füchsen punkten können.
Der Gegner von Sonntag liegt derzeit mit drei Punkten Rückstand auf Anker Wismar auf dem letzten Nichtabstiegsplatz. „Wenn wir gewinnen, haben wir sechs Punkte Vorsprung“, hat Axel Rietentiet eine doppelte Bedeutung für das so genannte „Sechs-Punkte-Spiel“ ausgemacht. In Sachen Personalsorgen gibt es eine positive und eine negative Nachricht in dieser Woche. Die gute zuerst: Die Offensivkräfte Rene Ratke und Enrico Maaßen konnten wieder voll mittrainieren, Maaßen wird wohl auf jeden Fall zum Einsatz kommen. Die schlechte Nachricht: Mario Peter wird in Zukunft nicht mehr für den FC Anker Wismar spielen. Nach einjähriger Suche hat Peter wieder einen Job gefunden, leider in Lübeck. „Dort arbeitet er nachmittags und abends in einem Call-Center und wird deswegen nicht trainieren können“, bedauert Rietentiet den Wegfall einer weiteren Alternative in der Verteidigung sehr. Mario Peter und der Vereinsführung ist es nicht gelungen, im Wismarer Raum eine passende Arbeit zu finden.




