Anker verspielte 2:0-Führung

10.03.2008

Der FC Anker Wismar hat seine gute Serie fortgesetzt und ist auch am vierten Rückrundenspieltag ohne Niederlage geblieben. In Weitenhagen kam das Team zu einem 2:2-Unentschieden.
Dabei war in dieser Partie noch mehr möglich, denn zur Pause führten die Hansestädter nach einer sehr engagiert geführten Partie bereits mit 2:0. Gegen die körperlich sehr robust spielenden Gastgeber stand die umformierte Abwehr in der ersten Halbzeit sehr gut. Das Wismarer Trainerduo hatte auf Grund der Verletzung von Dirk Taflo und der Sperre von Patrick Oldendorf die Abwehr umstellen müssen. So musste mit Florian Zysk ein gelernter Stürmer in die letzte Reihe und mit Mathias Schnöckel kam ein langzeitverletzter Spieler wieder zu seinem ersten Einsatz. „Floh hat seine Sache sehr gut gemacht, aber in der zweiten Hälfte fehlte etwas die Ordnung, was die Hausherren ausnutzten. Am Ende bin ich enttäuscht über das Ergebnis", meinte Anker-Trainer Bego Catic und fügte hinzu: „Insgesamt gesehen bin ich der Auffassung, dass wir zwei Punkte verschenkt haben, denn wäre uns das 3:0 gelungen, hätten wir den Platz als Sieger verlassen. So haben wir mit unseren eigenen Fehlern die Heimelf wieder stark gemacht." Die Ankerelf hatte aus der Niederlage im letzten Spieljahr gelernt, zeigte sich von Beginn an aggressiv und konnte über Wirbelwind David Rosinski viel Unruhe in den Strafraum bringen. Nachdem Tom Körner nach einem Grundliniedurchbruch von Tom Hannemann und folgender Rückgabe den Ball nicht richtig traf, holte Stefan Damm vier Minuten später Daniel Brunsch unfair von den Beinen. Florian Zysk verwandelte den Strafstoß zur 1:0-Führung (21.). Nur zwei Minuten später der nächste Jubelschrei der Gäste. Tom Hannemann legte den Ball für David Rosinski vor, der zum 2:0 traf. In der Halbzeitpause hatte Ankertrainer Bego Catic weiter ein klares Deckungsverhalten gefordert, doch das gelang gegen die jetzt druckvoll angreifenden Hausherren nicht mehr richtig. In der 54. Minute kam die VSG-Elf zum Anschlusstreffer. Der Ausgleich wurde dann von der Ankerabwehr stark begünstigt, denn nach einem Eckball von der linken Seite stand Stefan Kreutz am langen Pfosten sträflich alleine und konnte ungehindert einköpfen. „Solche dummen Fehler werden immer bestraft. Damit hat sich unser Team selbst um den Lohn gebracht", ärgerte sich auch Co-Trainer Jürgen Rohloff.

FC Anker mit: Kawczynski - Martens, Zysk, Körner, Schnöckel - Hannemann, Rosinski, Levetzow, Kerinn (90.+1 Schneider) - P. Brügmann (90. Skripskausky), Brunsch.

von Ostsee-Zeitung