Anker-Trainer optimistisch vor Union-Spiel

26.11.2010

Die Begegnung gegen die Zweitligareserve des 1. FC Union Berlin ist das letzte Heimspiel der Hansestädter in diesem Jahr, denn nach dieser Partie folgen nur noch die Auswärtsspiele beim Tabellenzweiten FC Hansa Rostock II (5. Dezember) und beim SV Altlüdersdorf (12. Dezember). Aller Voraussicht nach wird die Partie am Sonntag um 13 Uhr wieder auf dem Kunstrasenplatz ausgetragen werden müssen. Dessen ungeachtet geht der FC Anker Wismar beflügelt durch den Pokalsieg am letzten Wochenende gegen Torgelow optimistisch in die Begegnung gegen den Mitaufsteiger. Allerdings fällt Fabian Bröcker nach der fünften Gelben Karte aus. „Aber durch den Wiedereinsatz von Stefan Schwandt und Marcel Heine habe ich jetzt wieder deutlich mehr Variationsmöglichkeiten“, so Anker-Trainer Timo Lange. Mit dabei ist diesmal auch wieder David Rosinski, der im Pokalspiel nach einer Erkältung passen und sich den tollen Fight von der Wechselbank aus ansehen musste.

Die Hauptstädter sind wie der FC Anker und der SV Altlüdersdorf Neulinge in der Oberliga. Trainer der Mannschaft ist Theo Gries (39), der seine Profikarriere 1983 in Kaiserslautern begann. Danach spielte Gries bei Alemannia Aachen, Hertha BSC und Hannover 96. Nach seiner Profizeit war er noch ein Jahr in der Regionalliga für Tennis Borussia Berlin aktiv. Seit April 2008 leitet er das Nachwuchszentrum des 1. FC Union Berlin und trainiert seit Juli 2008 zudem die 2. Mannschaft des 1. FC Union.

Die Zweitligareserve der Berliner hat in den letzten Wochen einige sehr gute Ergebnisse erzielt. So konnten die Unioner im vorletzten Heimspiel den FC Hansa Rostock II mit einer 0:2-Niederlage zurück zur Küste schicken. Beim SV Altlüdersdorf fanden die Hauptstädter nach einem 1:3-Rückstand wieder zurück ins Spiel und erkämpften noch ein 3:3. Am letzten Spieltag allerdings gab es eine 0:2-Heimniederlage gegen Tabellenführer Berliner AK.

Wismars Trainer Timo Lange „verordnet“ seiner Mannschaft vor dem Punktspiel eine Mischung aus Zuversicht und Respekt: „Am letzten Sonnabend hat meine Mannschaft eine tolle Partie geliefert und ist kämpferisch sehr engagiert aufgetrumpft. Diese Eigenschaften müssen am Sonntag auf alle Fälle auch in die Waagschale geworfen werden, denn die Hauptstädter sind auf keinen Fall zu unterschätzen.“ Timo Lange will die gute Heimbilanz — vier Siege, ein Unentschieden und eine Niederlage — weiter ausbauen. „Aber die Auswärtsbilanz unserer Gäste ist auch nicht zu verachten, denn die Hauptstädter konnten bisher von sechs Partien zwei gewinnen und spielten einmal Remis. Trotzdem bin ich sehr optimistisch“, so der Wismarer Trainer. Andreas Kirsch

von Andreas Kirsch (Ostsee-Zeitung)