Anker-Team erwartet Freitagabend Rostocker FC

09.08.2007

Nach der 1:2-Niederlage zum Saisonauftakt beim Aufsteiger SV Blau-Weiß Polz stellt sich das Verbandsligateam des FC Anker Wismar an diesem Wochenende zum ersten Mal seinem eigenen Publikum vor. Das aber zu einem ungewöhnlichen Zeitpunkt, denn die Partie gegen den Rostocker FC findet bereits morgen Abend statt. Anstoß: 18 Uhr.

Mit dem FC Anker und dem Rostocker Team treffen zwei Enttäuschte des ersten Spieltages aufeinander, denn auch die Elf von Trainer Mathias Döschner kam am letzten Wochenende auf eigenem Platz nicht über ein 0:0 gegen den Pasewalker FV hinaus.

Ganz im Gegensatz zur Wismarer Mannschaft hat sich bei den Rostockern einiges getan. Als Trainer wurde der 40-fache DDR-Nationalspieler Matthias Döschner verpflichtet. Döschner schoss in 263 Punktspielen 33 Tore für Dynamo Dresden und wurde mit den Sachsen dreimal DDR-Meister und viermal Pokalsieger. Weiterhin kehrte mit Joachim Susa ein bekanntes Gesicht kurz nach dem Saisonstart an die Satower Straße zurück. Das Fußballer-Urgestein, das die Rostocker Szene wie kaum ein anderer kennt, wird als Co-Trainer an der Seite von Matthias Döschner arbeiten. „Es ist eine tolle und starke Kombination. Wir freuen uns, dass wir mit Joachim Susa einen echten Kenner gewinnen konnten“, meinte RFC-Vorstandsvorsitzender Steffen Prescher.

Spielertechnisch kam Christian Urgast vom FC Schönberg 95 zum RFC und der Club konnte auch die Hansa-Junioren Tino Krasse und Marcus Neun sowie den Ex-Schweriner Eric Dobberitz an sich binden.

„Gegen Pasewalk war er der beste Rostocker“, so Döschner. Der kopfballstarke Innenverteidiger Henry Niemann (Pastow) sowie Sven Ottman und Jan Zootzky (beide SV Hafen) komplettieren die Riege der Neuzugänge.

In Wismar fallen aber Jan Krüger (Achillessehne), Henry Niemann (Knöchel) sowie Christian Urgast (Knie) verletzt aus, Eric Dobberitz hingegen brummt seine Sperre aus dem Pasewalk-Spiel ab. „Ich sehe ein Spiel auf gleicher Augenhöhe“, zeigte sich der Rostocker Trainer optimistisch für die Partie am Freitag.

Optimistisch ist aber auch der Wismarer Trainer Bego Catic. „Wir haben in dieser Woche gut trainiert und wollen unserem Publikum natürlich einen Sieg schenken. Wenn wir an die Leistung aus der zweiten Halbzeit des Polzer Spiels anknüpfen können, bin ich mir sicher, dass wir die drei Punkte in Wismar behalten. Allerdings ist dafür eine deutliche Steigerung im Abschlussverhalten notwendig, denn wenn wir wieder so nachlässig mit unseren Torchancen umgehen wie in Polz, dann ist kein Sieg möglich“, so Catic, dem für die Partie morgen Abend sein komplettes Aufgebot zur Verfügung steht.

Die Stadiontore öffnen sich bereits um 17 Uhr. Dann beginnt auch die Versorgung.