Anker musste lange auf Siegtreffer warten

06.10.2008

Nach klarem 5:0-Erfolg am letzten Wochenende zu Hause gegen den FC Vorwärts Drögeheide musste das Ankerteam von Bego Catic und Jürgen Rohloff an diesem Spieltag beim Auswärtsspiel in Lübz Farbe bekennen. Hier zu siegen, war immer ein hartes Stück Arbeit. Und so sollte es auch in diesem Jahr werden. Die Hansestädter nahmen zwar von Beginn an das Heft in die Hand, drängten die Lübzer in ihre eigene Hälfte, doch sie nutzten ihre Chancen nicht. Die beste Möglichkeit besaß Kapitän Fabian Bröcker nach elf Minuten, doch sein 25-Meter-Freistoß klatschte an die Latte des Lübzer Gehäuses. In der Folgezeit machten starke Regenfälle beiden Mannschaften sehr zu schaffen. So dauerte es mit der nächsten Chance bis zur 40. Minute, doch Schiedsrichter Toralf Block (Krebsow) entschied bei einem Kopfballtreffer von André Hildebrandt nach schöner Flanke von René Rydlewicz auf Abseits.

In der Kabine forderte Ankercoach Bego Catic mehr Aggressivität im Angriff und bessere Chancenverwertung. Bereits eine Minute nach Wiederbeginn eine große Möglichkeit für Anker: René Rydlewicz spielte sich auf der rechten Seite frei, flankte das Leder gefühlvoll in den Lübzer Fünfmeterraum, doch Marcel Heine verpasste den Ball nur äußerst knapp. Im weiteren Spielverlauf behielten die Gäste die Oberhand, während sich die Hausherren aufs Kontern verlegten. Nach 56 Minuten besaß Daniel Brunsch die große Chance zur Führung, doch Christian Held konnte das Leder zur Ecke klären. Drei Minuten später spielte erneut Rene Rydlewicz, der im zweiten Abschnitt eine starke Leistung bot, David Rosinski frei, der zum 1:0 einschob. Aber erneut erkannte der Unparteiische den Treffer wegen einer angeblichen Abseitsstellung nicht. Und es ging weiter so mit den Tormöglichkeiten der Hansestädter, denn nur zwei Minuten später setzte sich erneut Rosinski in Szene, als er drei Lübzer Abwehrspieler „austanzte", doch seinen Schuss klärte Ex-Ankerspieler Thomas Pingel auf der Torlinie. Das Tor wollte einfach nicht fallen und wie es im Fußball oft so ist, wenn du vorne keinen Treffer erzielst, bekommst du hinten die Quittung. Fast wäre es auch so gekommen, doch David Rosinski klärte einen Kopfball von Thomas Zühlsdorf ebenfalls noch auf der Linie. Diese Chance sollte die einzig gute Gelegenheit der Hausherren bleiben.

Fünf Minuten vor Ultimo durften das Ankerteam und ihre mitgereisten Fans dann doch noch jubeln. Die Gastgeber bekamen eine Ecke nicht geklärt, Fabian Bröcker fasste sich aus 25 Metern ein Herz, zog ab und verwandelte ins kurze Eck zum 1:0-Siegtreffer.

„Ich bin froh, dass wir heute die drei Punkte mitgenommen haben. Es war ein schweres Spiel gegen einen defensiv eingestellten Gegner", so Ankercoach Bego Catic.

FC Anker Wismar mit: Höcker - Schnöckel, Kanter, Laumann, A. Hildebrandt - Rosinski, Rydlewicz, Bröcker, Heine - Kerinn (60. Nienkarken), Brunsch (76. Oldendorf)

von Andreas Kirsch (Ostsee-Zeitung)