Anker liebäugelt mit Erfolg beim Spitzenreiter

03.11.2006

Der FC Anker Wismar gastiert am Sonntag beim Verbandsliga-Spitzenreiter in Greifswald und will dort seine Außenseiterrolle nutzen. Im Augenblick jagt beim Verbandsligateam des FC Anker Wismar ein Spitzenspiel das andere. Gastierte am letzten Sonntag der Tabellenzweite aus Malchow im Wismarer Kurt-Bürger-Stadion, so muss die Anker-Elf am Sonntag beim Spitzenreiter Greifswalder SV 04 Farbe bekennen. Spielbeginn im Greifswalder Volksstadion ist um 13.30 Uhr. Der Wismarer Elf dürfte dort ein „heißer Tanz“ bevorstehen.

Die Elf vom Bodden führt nach elf Spieltagen die Tabelle bereits mit sieben Punkten Vorsprung vor dem Malchower SV und der Anker-Elf an. Besonders erfreut war man in Greifswald natürlich auch über den Sieg des FC Anker am letzten Wochenende gegen die Malchower SV. Greifswald selbst ist in der Verbandsliga ohne Niederlage. Die einzigen Verlustpunkte sind in den Unentschieden beim FSV Bentwisch (3:3) und gegen den Malchower SV (1:1) begründet. Die einzige Niederlage musste die Elf von Trainer Andreas Zachhuber erst am vergangenen Dienstag einstecken, als sein Team im Landespokal dem FC Hansa Rostock II in der Schlussphase mit 2:3 unterlag.

Trotz der Niederlage ernteten die Gastgeber Lob von allen Seiten. „Das war Klasse!“, riefen die Fans trotz des 2:3. Auch GSV-Fußballchef Jörg Seering, der am letzten Sonntag zusammen mit Trainer Andreas Zachhuber und dem Ex-Anker-Spieler Enrico Maaßen das Spiel des FC Anker gegen Malchow beobachtet hatte, war angetan von der Leistung seiner Elf. „Die Jungs haben ein gutes Spiel abgeliefert und gezeigt, dass sie mit dieser Leistung in der Oberliga mitspielen können“, so Seering. Und so könnte der Greifswalder SV auflaufen: Walter Baß, Steffen Seering, Alexander Glandt, Roman Kasch, Olaf Prieske, Thomas Möller, Stefan Schwandt, Dirk Erdmann, Christian Orend, Enrico Maaßen, Claas Weinmar (Mike Gerth).

„Wir wissen, dass dieses Spiel sehr schwer werden wird und uns in Greifswald ein heißer Tanz erwarten wird. Aber der Malchower SV hat es ja vorgemacht, dass man auch dort punkten kann. Wichtig für uns wird sein, dass wir die stürmische Anfangsoffensive der Boddenstädter schadlos überstehen und Sicherheit in der Abwehr finden“, so Anker-Trainer Bego Catic. Er kündigte an, aus einer defensiveren Stellung heraus agieren zu wollen. Catic weiter: „Mit Maik Kerinn und Marcel Heine haben wir schnelle Angreifer, die in die Lücken stoßen können. Ich bin optimistisch, dass wir auch in Greifswald punkten werden, denn wir haben nichts zu verlieren. Von Greifswald verlangen die Anhänger auf dem Weg in die Oberliga nur einen Sieg, für meine junge Mannschaft kommt es nur darauf an, Erfahrungen zu sammeln. Und wenn wir gewinnen, haben die Greifswalder plötzlich nur noch vier Punkte Vorsprung auf uns.“

Personell haben sich neue Sorgenfalten aufgetan. Bei Torhüter Jan Kadow ist beim Training das Innenband im Knie gerissen. Er muss wahrscheinlich sechs Monate pausieren. In Greifswald muss zudem Florian Zysk seine fünfte gelbe Karte absitzen. Mit von der Partie wird wieder der A-Junioren-Spieler Tony Levetzow sein.