Anker gegen TeBe Berlin krasser Außenseiter
24.09.2004
Für den FC Anker Wismar bleibt nach der Auswärtsniederlage in Neuruppin am vergangenen Sonntag nicht viel Zeit, sich zu sammeln. Denn mit Tennis Borussia Berlin stellt sich am Sonntag um 14 Uhr im Wismarer Kurt-Bürger-Stadion der Tabellenführer vor.
Die Berliner gehören zu den Staffelfavoriten und haben bereits 15 Punkte auf der Habenseite (Torverhältnis: 20:5). Dass die Berliner den Platz als Sieger verlassen wollen, daraus machte Trainer Theo Gries keinen Hehl. Dennoch hat er Respekt vor dem FC Anker. „Wir wissen, dass wir in Wismar auf eine engagierte, zweikampfbetonte und spielstarke Mannschaft treffen werden. Ich hoffe aber, dass meine Mannschaft die Leistungen der letzten Wochen umsetzen kann“, so Theo Gries, der einst bei Hertha BSC Berlin Bundesligaluft als Spieler schnuppern konnte.
Die Reise in die Hansestadt Wismar werden nicht alle Spieler antreten können. So gehört diesmal der Ex-Bundesligaspieler Peter Peschel neben vier weiteren Spielern nicht zum Aufgebot der Berliner. „Er laboriert an einem Muskelfaserriss“, bestätigte Gries auf OZ-Anfrage. Sein Team wird bereits morgen in die Hansestadt Wismar anreisen und im Hotel „Seeblick“ übernachten.
Auch Anker-Trainer Axel Rietentiet muss weiter auf vier Spieler verzichten: Stephan Müller, Andre Hildebrandt, David Rosinski und Marcel Prehn. Sie sind noch alle verletzt. Während mit dem Einsatz von Hildebrandt und Prehn am 10. Oktober in Schönberg wieder gerechnet wird, muss aber die Mannschaft auf Stephan Müller weiter längerfristig verzichten. Er befindet sich nach erfolgter Operation am Kreuzband in der Rehabilitation. Spielberechtigt ist auf jeden Fall wieder Rene Ratke, der seine Gelb-Rot-Sperre in Neuruppin abgebrummt hat. Ob er jedoch in die Anfangself rückt, war gestern noch nicht klar. Trainer Axel Rietentiet will sich erst heute Abend nach dem Training festlegen. Denkbar ist, dass er nur mit einer Sturmspitze gegen Tennis Borussia auflaufen wird.
Obwohl der FC Anker nur vier Punkte auf dem Konto hat, ist Anker-Vizepräsident Wilfried Firgt, der als sportlicher Leiter für die Oberligamannschaft verantwortlich ist, nicht unzufrieden: „Zwischen der Verbandsliga und Oberliga liegt ein deutlicher Niveauunterschied. Das haben wir in den ersten Spielen gesehen und zu spüren bekommen. In dieser Spielklasse gibt es keine leichten Gegner. Wir haben bewiesen, dass wir gegen Aufstiegsaspiranten nicht eingebrochen sind. Obwohl vom Glück nicht betroffen, hat die Mannschaft gezeigt, dass sie mit Kampf und Leidenschaft spielerische Nachteile wettmachen kann.“ Dabei verhehlte Firgt nicht, dass die Ausfälle von einigen Stammspielern der Mannschaft sehr zugesetzt haben. „Vielleicht haben wir uns zu lange Gedanken über die Ausfälle gemacht und darüber diskutiert, ob wir kurzfristig als Verein noch handeln müssen und wollen, um bei der Mannschaft die Ausfälle zu kompensieren“, gibt er zu. „Wir haben am Sonntag die Gelegenheit, gegen den Spitzenreiter und Staffelfavoriten Tennis Borussia Berlin zu zeigen, dass wir mehr wert als vier Punkte sind“, meint Wilfried Firgt.




