Anker bereitet sich auf Oberliga-Rückrunde vor
06.01.2006
Der FC Anker Wismar bereitet sich auf die Rettungsmission in der Oberliga vor. Vier Verstärkungen stehen bereits fest. Weitere sollen folgen. Laufen um den Klassenerhalt. Das war das Motto der ersten halben Trainingswoche des Oberliga-Abstiegskandidaten Anker Wismar. Trainer Enver Alisic bereitet seine Schützlinge seit Mittwoch auf den Kampf um die Nichtabstiegsplätze vor. Nach den beiden Hallenturnieren am Wochenende (siehe nebenstehender Beitrag) geht das Training in der kommenden Woche erst richtig los. Montags, mittwochs und freitags bittet der 59-Jährige vormittags 90 Minuten zum Training und abends ins Freizeitbad „Wonnemar“. Dienstags und donnerstags stehen gar drei Einheiten auf dem Programm, inklusive gemeinsames Spaghetti-Essen. An den Wochenenden beobachtet das Trainergespann Alisic/Tietze die Fortschritte bei Testspielen.
Spätestens in der kommenden Woche soll auch das neue kickende Personal eintreffen. „Wir streben einen 20-Mann-Kader an. Einige haben bereits unterschrieben, mit anderen stehen wir in engem Kontakt“, erklärte Chefcoach Enver Alisic. Zum Kader gehören 14 Spieler, die bereits in der Hinrunde zum FC Anker gehörten. Unter ihnen befinden sich drei Spieler aus der zweiten Mannschaft und zwei A-Junioren sowie Torhüter Laszlo Zsigry, der nach seinem Abschied mitten in der Hinrunde nun in den Kader zurückkehrt. Neben dem Abwehrspezialisten Minja Radovic (OZ berichtete) sowie Finifia Kek und Jakov Kolak (beide kommen aus Brandenburg und trainierten gestern Abend schon mit) sollen also noch zwei Verstärkungen folgen. Einer steht bereits fest: Der schussstarke Stürmer Arsim Gashi vom schwedischen Erstligisten und Pokalfinalisten FF Atvidaberg hat bereits einen Vertrag in der Hansestadt unterschrieben.
„Ich habe mir einige Probetrainings angeschaut. Unsere neuen Spieler können uns sportlich und mental verstärken“, glaubt Präsident Bernd Kryczanowsky. Rene Wenzel (Bänderdehnung) und Tino Goebel (Bauchmuskelzerrung) sind nach Verletzungen in der Hinrunde noch nicht wieder voll belastbar. Ansonsten können alle Spieler voll ins Mannschaftstraining einsteigen. Um den Umstrukturierungen in der Winterpause gerecht zu werden, hat die Vereinsführung „in den vergangenen Tagen mindestens acht Stunden täglich für den FC Anker gearbeitet“, sagt Präsident Kryczanowsky. Anerkennung für die Arbeit hat der Vorstand unlängst von Aufsichtsrats-Chef Prof. Bernd Romeike bekommen: Der Präsident „überzeugte die Mitglieder des Aufsichtsrates davon, dass die eingeleiteten Maßnahmen von Erfolg gekrönt sein können“ - ein Vertrauensbeweis, auch für Trainer Enver Alisic. Der hält viel von seinem neuen Spielermaterial. „Sicher, mit ihnen werden wir die Klasse halten“, meint der Cheftrainer voller Selbstbewusstsein.




