Als Aufsteiger Klassenerhalt geschafft

25.05.2005


Der Oberligist FC Anker Wismar kann auf eine erfolgreiche Saison zurückblicken. Als Aufsteiger hat die Mannschaft den Klassenerhalt geschafft.Mit dem Aufstieg in die Oberliga stand für die Mannschaft und die Verantwortlichen des FC Anker Wismar nur ein Ziel im Vordergrund, und das hieß Klassenerhalt. Und dieses Ziel ist der Mannschaft dann auch glänzend gelungen, denn bereits drei Spieltage vor Saisonende konnte durch einen 3:1-Auswärtssieg in Rathenow der Klassenerhalt perfekt gemacht werden.

„Dafür gebührt der Mannschaft und den beiden Trainern Axel Rietentiet und Manfred Körner unser herzlicher Dank“, so Anker-Präsident Gerhard Raabe. Während Rietentiet nach seiner aktiven Zeit als Spieler im vierten Jahr seiner Trainertätigkeit in Wismar nach dem Aufstieg im letzten Jahr und dem Klassenerhalt in diesem Jahr seine bisher größten Erfolge feiern konnte, ist Co-Trainer Manfred Körner seit der Gründung des FC Anker im Juni 1997 dabei. Allerdings begann die Saison gar nicht so verheißungsvoll. Am ersten Spieltag verloren die Wismarer gegen die Amateure des FC Energie Cottbus mit 2:4, erreichten dann in Neustrelitz ein 0:0-Unentschieden, bevor es zwei weitere 0:1-Niederlagen gegen den Berliner AK und Türkiyemspor Berlin setzte. Erst danach konnten die Wismarer ihr erstes Erfolgserlebnis feiern. Zwar nur im Pokal (4:1 in Güstrow), aber auch im nächsten Oberligaheimspiel gab es einen 2:1-Sieg gegen den SV Lichtenberg 47.

Bis zur Winterpause konnten die Hansestädter ihr Punktekonto dann auf 17 Punkte ausbauen, wobei es überraschende Ergebnisse, z.B. der 2:1-Heimsieg gegen den damaligen Spitzenreiter Tennis Borussia, aber auch herbe Klatschen, wie die 1:6-Niederlage beim BFC Dynamo oder die 0:5 Niederlagen gegen den SV Yesilyurt und die Amateure des FC Hansa Rostock, gab. Die Winterpause und die folgenden Wochen wurden zur Zerreißprobe innerhalb des Vereins und der Mannschaft. Durch Langzeitverletzungen und den Weggang mehrerer Spieler zu anderen Vereinen, Keeper Hannes Sykora zum Grevesmühlener FC, Lars Sperling und Ove Schulz zum SV Bad Kleinen, schrumpfte der Kader des Oberligateams mächtig zusammen. Negativer Höhepunkt in dieser Phase war die 0:5-Niederlage zum Rückrundenauftakt in Cottbus, als das Team nur mit zwölf Spielern anreiste. Allerdings hatten die Gastgeber in dieser Partie einen Spieler eingesetzt, der mit fünf gelben Karten vorbelastet war. Am grünen Tisch siegte der FC Anker mit 2:0 Toren.

Knackpunkt für eine erfolgreichere Rückrunde war das 1:1-Unentschieden gegen Staffelsieger Neuruppin, an dem sich die Mannschaft moralisch aufbauen konnte und trotz aller Widrigkeiten durch Verletzungen und des kleinen Kaders doch noch die notwendigen Punkte für den Klassenerhalt holen konnte. Am Ende der Saison hatten die Hansestädter dann einen Vorsprung von neun Punkten auf den ersten Abstiegsplatz, ließen solche alteingesessenen Oberligateams wie den FC Schönberg 95, den FSV Rathenow und die Reinickendorfer Füchse hinter sich und können jetzt für die dritte Oberligasaison planen. Trainingsauftakt für den neuen Oberligakader wird der 4. Juli sein, das erste Testspiel ist für das Wochenende 8. bis 10. Juli geplant. Ein großes Ziel haben die Hansestädter allerdings verpasst: den Einzug in das Landespokalfinale. Am Ostersonnabend noch klarer 3:0-Sieger gegen den FC Schönberg, musste das Team am Ostermontag im Halbfinale eine 1:2-Niederlage beim Verbandsligisten in Greifswald hinnehmen.

Andreas Kirsch

Das Ankerteam von A (Aldinger) bis Z (Zysk)

Philipp Aldinger
32 Spiele, 0 Treffer, 1 gelbe Karte, der Mannschaftskapitän war an über der Hälfte der Treffer als Vorbereiter maßgeblich beteiligt
Mamadou Diallo
30 Spiele, 0 Treffer, 1 gelb / rote Karte, 1 gelbe Karte, auch Diallo blieb trotz seiner Kopfballstärke in dieser Oberligasaison ohne Tor
Marcel Gieseler
19 Spiele, 1 Treffer, 1 gelbe Karte, schaffte nicht den Sprung in die Stammelf
Thomas Glaubitz
14 Spiele, 575 Einsatzminuten, 0 Treffer, 2 gelbe Karten, in der Rückrunde auf Grund Verletzung und Abiturprüfung nur mit vier Einsätzen
Tino Goebel
28 Spiele, 0 Treffer, 2 gelbe Karten, wurde neuer Libero
Thomas Haese
29 Spiele, 4 Treffer, 7 gelbe Karten, nach 31 Toren in der Verbandsliga diesmal nur viermal erfolgreich
Andre Hildebrandt
23 Spiele, 3 Treffer, 1 gelb / rote Karte, 6 gelbe Karten, entwickelte sich in der 2. Saisonhälfte zu einem sehr wichtigen Mittelfeldspieler
Alexander Klann
25 Spiele, 0 Treffer, 8 gelbe Karten, auf der Manndeckerposition hat er sich einen Stammplatz erkämpft
Normann Köhlmann
13 Spiele, 0 Treffer, 0 gelbe Karten, auf Grund einer langwierigen Verletzung von Stammkeeper Mathias Trommer im letzten Saisondrittel erster Mann zwischen den Pfosten
Daniel Köhn
31 Spiele, 9 Treffer, 8 gelbe Karten; avancierte als Mittelfeldakteur mit neun Toren zum Topp-Torjäger des Oberligisten
Christian Lojewski
0 Spiele, 2x Wechselspieler, 0 Einsatzminuten, 0 Treffer, 0 gelbe Karten
Oliver Lück
2 Spiele, 0 Treffer, 0 gelbe Karten, kam in zwei Partien zu Einsatz
Enrico Maaßen
20 Spiele, 4 Treffer, 3 gelbe Karten; in der Rückrunde nur acht Einsätze, davon nur zwei über die volle Spielzeit
Sebastian Mahnke
14 Spiele, 6 Treffer, 4 gelbe Karten, im Mittelfeld und im Angriff, aber auch im Abwehrbereich (Libero im Spiel beim SV Yesilyurt) einsetzbar
Stephan Müller
5 Spiele, 0 Treffer, 1 gelbe Karte, der große Pechvogel der Saison, kam nach der Kreuzbandoperation im August zwischenzeitlich wieder zum Einsatz, die Verletzung brach wieder auf und machte eine erneute Operation notwendig
Mario Peter
20 Spiele, 0 Treffer, 6 gelbe Karten, tauchte in der Rückrunde arbeitsbedingt völlig unter
Marcel Prehn
14 Spiele, 1274 Einsatzminuten, 1 Treffer, 5 gelbe Karte; seine Kreuzbandverletzung ließen in der Rückrunde nur zwei Spiele zu
Andre Priebe
6 Spiele, 0 Treffer, 0 gelbe Karte, schaffte nicht den Sprung in den Kader
Rene Ratke
21 Spiele, 2 Treffer, 2 gelbe Karte, 1 gelb / rote Karte, der Angreifer hatte es schwer in die Startelf zu kommen

Perry Rodewald
0 Spiele, 2x Wechselspieler, 0 Einsatzminuten, 0 Treffer, 0 gelbe Karten

David Rosinski
25 Spiele, 0 Treffer, 3 gelbe Karte, 1 rote Karte, machte in der Rückrunde einen großen Sprung und wurde auf der linken Mittelfeldseite zum Stammspieler

Ove Schulz
5 Spiele, 0 Treffer, 1 gelbe Karte, konnte sein Potential nicht abrufen

Lars Sperling
10 Spiele, 0 Treffer, 1 gelbe Karte, nach über sieben Jahren beim FC Anker zwangen ihn berufliche Gründe zum Ende der Karriere beim Oberligisten

Mathias Springer
0 Spiele, 3x Wechselspieler, 0 Treffer, 0 gelbe Karten, der A-Juniorenspieler wurde in der Winterpause in den Kader eingegliedert

Hannes Sykora
0 Spiele, 3x Wechselspieler, 0 Treffer, 0 gelbe Karten, wechselte in der Winterpause den Verein
Dirk Taflo
14 Spiele, 1 Treffer, 1 gelbe Karte, der Mittelfeldspieler erzielte zwar nur ein Tor in dieser Saison, aber sein Tor zum 3:1 in Rathenow war das entscheidende zum Klassenerhalt
Mathias Trommer
19 Spiele, 0 Treffer, 1 gelbe Karte, eine verletzungsreiche Saison des langjährigen Stammkeepers

Kevin Wagenhausen
2 Spiele, 0 Treffer, 0 gelbe Karten, stieß wie Mathias Springer in der Winterpause zum Kader der 1. Mannschaft und kam bereits zu zwei Einsätzen

Kevin Wietzke
6 Spiele, 0 Treffer, 2 gelbe Karten, durch eine langwierige Verletzung nur zum Saisonstart im Aufgebot

Florian Zysk
11 Spiele, 1 Treffer, 0 gelbe Karten, stieß in der Winterpause aus dem Landesligamannschaft zum Oberligateam