Alisic kündigt taktische Änderungen an

19.08.2005


Oberligist FC Anker Wismar ist morgen bei Aufsteiger SV Falkensee/Finkenkrug zu Gast. Trainer Enver Alisic fordert besseres Zweikampfverhalten. Der FC Anker bestreitet sein zweites Auswärtsspiel in Folge. Nach dem Offensivspektakel in Neuruppin, dem die Wismarer dann doch recht deutlich mit 1:4 unterlagen, reist die Mannschaft von Trainer Enver Alisic morgen zum defensiv ausgerichteten SV Falkensee/Finkenkrug (Anpfiff 14.00 Uhr, Sportplatz Leistikowstraße). Beim Aufsteiger tat sich eben jener MSV Neuruppin am 1. Spieltag schwer. Der Oberliga-Vizemeister um Trainer Christian Schreier gewann in Falkensee nur durch ein frühes Führungstor knapp mit 1:0.

Meister Hansa Rostock II musste am vergangenen Sonnabend gegen das Team vom ehemaligen TeBe-Profi Thomas Grunenberg gar erst in Rückstand geraten, ehe sich der erhoffte, aber ebenfalls knappe Erfolg (2:1) gegen den mutigen und kompakten Oberliga-Neuling einstellte. Der FC Anker Wismar ist also gewarnt. Auf dem Rasenplatz am Westrand der Hauptstadt, bei dem sich zum Saisonstart fast 1000 Besucher blicken ließen, geht es heiß her. „Falkensee/Finkenkrug wird kompakt stehen und auf Konter lauern. Deshalb könnte ich mir vorstellen, eine zusätzliche ,Bremse' im Mittelfeld einzubauen“, kündigt Alisic taktische Änderungen an. „Wenn wir so euphorisch nach vorne spielen wie gegen Neuruppin, besteht die Gefahr, dass wir in Konter laufen“, befürchtet der Trainer.

Besonders im Mittelfeld kann der Fußball-Lehrer noch nicht aus dem Vollen schöpfen. Denn den unterschriftsreifen Antrag auf Freigabe für Vize-Mannschaftskapitän Marijo Harmat hat der Verein noch nicht bewilligt bekommen. Mit einer rechtzeitigen Spielgenehmigung für die morgige Auswärtspartie wird nicht mehr gerechnet. Außerdem fällt Istwan Gal aus. Der Ungar darf aber definitiv am 4. Spieltag wieder für die Weiß-Roten auflaufen. Unter Umständen muss der FC Anker morgen auch auf die Dienste des schussgewaltigen Mark Weidemann (Milzprellung) verzichten. Die Verletzung von Abwehrspieler Bastian Laschkowski stellte sich glücklicherweise als nicht so schwer wie erwartet heraus. Wegen einer hartnäckigen Zerrung wird der 28-Jährige etwa zwei Wochen pausieren müssen.

Die Anker-Mannschaft, die in dieser Saison ein völlig neues Gesicht bekommen hat, muss sich in den kommenden Begegnungen ohnehin erst finden. Ivan Buljanovic und Goalgetter Josko Goreta haben in Neuruppin ihre ersten Pflichtspiele für den FC Anker bestritten. Größtes Manko der Anker-Elf in Neuruppin war aus der Sicht von Enver Alisic das Zweikampfverhalten. „Manche Spieler haben keinen einzigen Zweikampf gewonnen. Gegen Eberswalde klappte das besser“, meint der 58-Jährige. „Wenn man 70 Prozent Zweikämpfe für sich entscheidet, dann gewinnt man auch das Spiel“, fügte er anschließend noch hinzu.

Robert Schwarz