2:1-Auswärtssieg sichert Tabellenspitze

18.09.2006

Mit einem verdienten, 2:1-Auswärtssieg beim Rostocker FC konnte der FC Anker Wismar seine Tabellenführung vor dem Greifswalder SV verteidigen. Die Wismarer Ankerelf blieb auch im elften Spiel gegen die Elf vom Rostocker FC ohne Niederlage und feierte den zehnten Sieg gegen die Gastgeber. Die letzten zehn Minuten trieben dem Wismarer Trainergespann Bego Catic / Jürgen Rohloff aber die Zornesröte in das Gesicht, denn in dieser Phase „bettelte“ die Mannschaft praktisch um den Ausgleichstreffer.

Anker-Stürmer Maik Kerinn setzte sich hier alleine durch und traf zum 1:0 für den FC Anker
 
Nach einer ausgeglichenen ersten Hälfte, in der die Wismarer Elf durch Florian Zysk (26.) und Maik Kerinn (31.) aber die klareren Torchancen hatten, gingen die Gäste zu Beginn der zweiten Halbzeit mit noch mehr Biss in die Begegnung und wurden dafür belohnt.

Einen schnell ausgeführten Einwurf auf der linken Seite nahm Maik Kerinn an, ließ einen Gegenspieler aussteigen und erzielte mit einem strammen Schuss die verdiente Führung. Doch fast im Gegenzug der Ausgleich, denn nachdem Lukas Bednar ein grober Schnitzer unterlaufen war, zog RFC-Routenier Ringo Scholz auf und davon Richtung Ankertor. Durch das Umspielen von Keeper Krzysztof Kawczynski wurde er zum Glück für die Wismarer etwas zu weit abgedrängt, so dass Bednar anschließend kurz vor der Linie klären konnte. „Wer weiß, wie die Partie ausgegangen wäre, hätten wir in dieser Ausgleich erzielt. Insgesamt gesehen geht der Sieg der Wismarer Elf aber in Ordnung“, sagte RFC-Coach Jürgen Decker nach dem Spiel.

Unbeeindruckt von dieser Schrecksekunde ließen die Gäste aber vorerst im Angriffsdruck noch nicht nach und als Sasa Disic nach einer schönen Kombination über mehrere Stationen in der 58. Minute das 2:0 erzielte, schien die Vorentscheidung gefallen zu sein. Da aber in der Folgezeit die Angriffe dann nicht mehr so konzentriert abgeschlossen wurden, kam die Elf von „Fluppi“ Decker besser ins Spiel. Als der gebürtige Wismarer Martin Thom Anker-Torwart Kawczynski mit einem Distanzschuss alt aussehen ließ (83.), begann wieder das große Zittern auf Wismarer Seite. Dabei hatte die Mannschaft es selbst in der Hand, diesem Zittern schnell ein Ende zu bereiten, denn in der 85. Minute kam der eingewechselte Philipp Kiel am Fünf-Meter-Raum frei zum Schuss, beförderte die Kugel aber über das leere Tor. Und auch der ebenfalls eingewechselte Denny Jeske machte es in der 94. Minute nicht besser, denn als die gesamte Rostocker Elf einschließlich Torwart Andre Krüger aufgerückt war, lief er alleine in Richtung RFC-Tor, setzte das Streitobjekt aber auch neben das Tor.

„Wir machen uns das Leben immer selbst schwer, denn wir hätten in dieser Partie nie mehr so in Bedrängnis kommen dürfen. Wir waren nach der 2:0-Führung eindeutig auf der Siegerstraße, haben uns aber durch die miserable Chancenauswertung fast selbst um den Lohn gebracht. Das darf einfach nicht sein, denn noch stärkere Mannschaften nutzen diese Nachlässigkeiten eiskalt aus“, ärgerte sich Catic über die Schlussphase des Spiels.

Bevor am nächsten Sonntag der SV Hafen Rostock im Kampf um die Punkte im Kurt-Bürger-Stadion weilt, stellt sich die Ankermannschaft bereits morgen Abend um 18 Uhr auch im Wismarer Stadion wieder den eigenen Fans vor. Dann empfangen die Hansestädter den Oberligaaufsteiger FC Schönberg 95, der sich mit seiner augenblicklich stärksten Mannschaft angesagt hat, auch mit dem französischem Neuzugang Patrice Caumartin von FC Les Lilas.

FC Anker mit: Kawczynski - Martens, (79. Hannemann), Körner, Bednar, Schnöckel - Disic, Kucera, Zir (67. Jeske), Heine - Zysk (74. Kiel), Kerinn.