100. Anker-Heimsieg beim Trainerdebüt von Timo Lange?

20.03.2009

Der FC Anker Wismar empfängt morgen um 14 Uhr im Kurt-Bürger-Stadion den 1. FC Neubrandenburg 04 zum Punktspiel. Beim FC Anker Wismar hat am Mittwoch eine neue Ära begonnen. Als sechster Trainer nach Gründung des FC Anker im Sommer 1997 übernahm am Mittwochabend der ehemalige Hansa-Profi Timo Lange die Geschicke des Verbandsligisten in die Hand. Zuvor standen der inzwischen verstorbene Wolfgang Müller, Wolfgang Moschke, der heutige Trainer des Regionalligateams des FC Hansa Rostock, Axel Rietentiet, Enver Alisic und Bego Catic an der Seitenlinie der Hansestädter.

„Wir freuen uns, dass wir mit Timo Lange einen solch erfahrenen Trainer für unser Team verpflichten konnten, und ich bin mir sicher, dass er euch deutlich weiter voranbringt", wandte sich Präsidiumsmitglied Heinz Baade bei der Vorstellung des neuen Trainers an die Mannschaft. Anker-Präsident Reinhart Kny befand sich in dieser Woche auf Dienstreise in Portugal und Russland. Somit konnte er nicht persönlich bei der Vorstellung seines neuen sportlichen Leiters und Cheftrainers dabei sein.

Nach der Vorstellung von Timo Lange übernahm dieser auf dem Kunstrasenplatz an der Bürgermeister-Haupt-Straße das Training der Mannschaft. Dabei sahen ihm einige Ankerfans zu.

In seinem ersten Spiel als verantwortlicher Cheftrainer erwartet Lange mit dem 1. FC Neubrandenburg gleich ein ganz harter Brocken. Spielbeginn im Kurt-Bürger-Stadion ist morgen um 14 Uhr. Die Elf aus der Stadt der vier Tore liegt momentan punkt- und torgleich mit dem FC Anker auf dem fünften Tabellenplatz und ist deutlich besser aus der Winterpause in die Saison gestartet als das Ankerteam. Während die Hansestädter nach dem 1:4 gegen den Malchower SV und dem 1:1 beim Greifswalder SV nur ein mageres Pünktchen erkämpfen konnten, haben die Neubrandenburger durch ein 1:1 beim Spitzenreiter in Schönberg und den klaren 5:0-Heimsieg gegen Blau-Weiß Polz bereits vier Zähler einfahren können. Durch diesen (fast) optimalen Rückrundenstart kommen die Neubrandenburger mit breiter Brust nach Wismar und wollen hier ihre gute Form unter Beweis stellen. Gegen den Tabellendreizehnten aus Polz konnte auf Neubrandenburger Seite besonders Denis Schmidt auf sich aufmerksam machen, der bei dieser Partie insgesamt dreimal traf. Aber Bangemachen gilt beim neuen Ankertrainer nicht. „Wir sind noch nicht abgeschlagen. Wir haben zurzeit zwar neun Punkte Rückstand auf den aufstiegsberechtigten 2. Tabellenplatz, aber mit einer Siegesserie können wir diesen Rückstand durchaus noch aufholen. Zudem wollen wir unsere ganze Kraft in die Pokalspiele legen. Dazu brauchen wir eine gute Form, und die müssen wir uns im Training und in den Punktspielen holen. Daher bin ich optimistisch, dass wir morgen endlich den ersten Sieg nach der Winterpause einfahren können", gibt sich der neue Chefcoach des FC Anker kämpferisch.

Für die morgige Partie stehen Timo Lange praktisch die gleichen Spieler zur Verfügung, die er am letzten Wochenende beim Auswärtsspiel in Greifswald beobachtet hat. Fehlen wird aber David Rosinski, der in Greifswald seine zehnte gelbe Karte kassierte und sich die Partie deshalb von der Zuschauertribüne aus ansehen muss. Verletzungsbedingt fehlen zudem Keeper Johannes Höcker und Abwehrspieler Mathias Schnöckel, dessen Verletzung aus dem Spiel gegen den VfB Lübeck immer noch nur Lauftraining zulässt.

Für Maik Kerinn und André Hildebrandt stehen kleine Jubiläen ins Haus: Sie erwartet ihr 75. Einsatz für die Hansestädter. Hildebrandt sollte an diesem Spieltag zudem besonders motiviert sein, bekam er doch am letzten Sonntag Nachwuchs. Die 53 cm große Alena wird den jungen Vater besonders motivieren. Mit einem Erfolg gegen den 1. FC Neubrandenburg könnten die Hansestädter ihren 100. Heimsieg der Vereinsgeschichte perfekt machen.

von Andreas Kirsch (Ostsee-Zeitung)